Der Zins liegt aktuell bei 1,8 Prozent. Das ist zwar spürbar höher als noch in der jüngeren Vergangenheit, dennoch scheinen die Edeka-Kaufleute die Investitionen in die eigenen Märkte weiterhin als die beste Möglichkeit zu betrachten, ihr Geld einzusetzen. Maik Wandtke, Chef der Edeka-Bank kommentiert dies gegenüber der Lebensmittelzeitung: „Vieles deutet darauf hin, dass unsere Kaufleute ihre Investitionsentscheidungen nicht abhängig von den Zinsen oder kurzfristigen Unsicherheiten treffen“.
Aktuell zählt etwa jeder vierte Edeka-Selbstständige bisher nicht zum Kundenkreis der Bank. Wandtke möchte das ändern: „Mein Job ist, unsere Kaufleute zufrieden zu stellen“. Deswegen hat sich die Bank vorgenommen, als nächstes Zwischenziel 85 Prozent der insgesamt 3.500 Edeka-Selbstständigen in ihrem Kundenkreis willkommen zu heißen. Die letzten zwei Jahre waren für die Kaufleute gut gelaufen. Damit sind sie mit ordentlich Eigenkapital ausgestattet. Das schlägt sich auch in den Eigenkapitalquoten nieder, die momentan im Schnitt bei etwa 30 Prozent liegen.
Die Bank funktioniert gut. Die Zinsüberschüsse machten 2021 etwa zwei Drittel der Erträge der Bank aus und betrugen etwa 34,5 Mio. Euro. Das letzte Drittel erwirtschaftet die Bank hauptsächlich aus Provisionserlösen im Zusammenhang mit dem Payment-Geschäft. Rund 2,5 Mrd. Euro Guthaben hielten Kunden zum Bilanzstichtag einschließlich der Guthaben auf Girokonten bei der Edeka-Bank. Die Forderungen an die Kunden summieren sich auf 2,1 Mrd. Euro.
