Nun wird an einem neuen Vertriebskonzept gearbeitet. Die Idee ist, dass die Läden sowohl optisch als auch konzeptionell überarbeitet werden. Die Hoffnung ist, dass so eine Atmosphäre des Wohlfühlens für potenzielle Kunden hergestellt werden kann. Zunächst geht es an die Bereiche Beauty, Duft und Foto, die allesamt umgestaltet werden.
Die Modernisierungsvorhaben werden wohl modular angegangen. Zunächst ist eine Testphase in Deutschland geplant, bevor es zu einem Rollout im Laufe des kommenden Jahres kommen würde. Bisher liegen noch keine konkreten Informationen zu der ästhetischen Gestaltung des neuen Ladenkonzepts vor. dm erhofft sich die Frequenz und damit generell Wachstum steigern zu können. Besonders die vermeintlichen dm-Toplagen litten besonders unter den Folgen des Verhaltens der Kunden während der Hochphase der Corona-Pandemie. Lagen in Innenstädten, Centern und an Bahnhöfen haben spürbar an Frequenz und Umsatz einbüßen müssen. Jetzt besteht das erste Ziel darin, sich die verlorenen Anteile zurückzuerobern.
Die bisherigen Bemühungen, die eigenen Läden zu modernisieren, haben bisher funktioniert. Generell sieht das zweite Halbjahr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 (bis Ende September) gar nicht schlecht aus. dm scheint zurück auf der Überholspur zu sein und kann einen Zuwachs von 6,5 Prozent auf 12,27 Mrd. Euro Gesamtnettoumsatz vorweisen. Das ist deutlich stärker als es noch 2019/20 war, als das Plus mit nur 2,9 Prozent verhältnismäßig gering ausfiel.
Nicht zuletzt wegen dieser jüngsten Entwicklung scheint dm-Chef Christoph Werner zufrieden zu sein: „Auf dieser Basis ist dm optimistisch in das neue Geschäftsjahr gestartet“. Auf einer Pressekonferenz in Karlsruhe kündigt der Unternehmenschef Erhöhungen der Investitionsausgaben auf 120 Mio. Euro an. Diese dienen vor allem die beschriebenen Modernisierungen zu finanzieren, werden jedoch auch in die Digitalisierung gesteckt sowie in die Eröffnung 55 neuer Märkte.
