Gründer Dieter Schwarz erweitert kontinuierlich das Bildungszentrum in Heilbronn, das von der Lidl- und Kaufland-Bildungsstiftung unterstützt wird. Das Ziel ist die Schaffung eines "europaweit einzigartigen Innovations-Ökosystems", erklärt Reinhold Geilsdörfer, Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung. Das neueste Projekt mit der Adresse Bildungscampus 11 wird speziell für die Gründergemeinschaft der Region und für internationale Start-ups entwickelt, die sich in der Region Heilbronn-Franken und in der Nähe des zukünftigen KI-Hotspots ansiedeln möchten.
Im letzten Monat wurde das Richtfest für den achtgeschossigen Neubau mit einer Bruttogrundfläche von 10.930 Quadratmetern gefeiert, der von Ed. Züblin realisiert wird. Das Gebäude wurde von Auer Weber Architekten entworfen, die auch den TUM-Turm auf dem Campus geplant haben. Der Neubau soll ein zentraler Bestandteil werden, der den Aufbau des Ipai (Innovation Park Artificial Intelligence) sowie Forschungs- und Lehraktivitäten im Bereich digitaler Technologien ergänzt. Die Bauherrin lobt den schnellen Baufortschritt, der auch die Entwicklung des Entrepreneurship- und Innovationszentrums Campus Founders widerspiegelt.
Das im Jahr 2018 gestartete Zentrum zielt darauf ab, Studierende für unternehmerisches Denken zu begeistern und sie zur Gründung eigener Unternehmen zu ermutigen. Das Raumangebot soll diesem ganzheitlichen Ansatz gerecht werden, indem es hochschulübergreifende Lehr- und Fortbildungsangebote, Gründer-Coaching und Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen sowie eigene Räumlichkeiten umfasst. Es sind Coworking-Spaces, Private Offices, Workshop- und Meetingräume, Eventflächen sowie eine Members' Lounge geplant, ebenso wie Bereiche für Gastronomie.
Die Architekten haben ein Gebäude in Stahlskelettbauweise mit versetzten Ebenen entworfen, das sich nicht nur architektonisch von den anderen Gebäuden auf dem Campus abheben soll, sondern auch auf Nachhaltigkeit setzt. Eine DGNB-Zertifizierung in Platin wird angestrebt, und es werden regenerative Energien wie Abwasserwärme und ressourcenschonende Baustoffe wie Recyclingbeton verwendet. Großzügig bepflanzte Dach- und Terrassenflächen sind ebenfalls Teil des Konzepts.
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2025 geplant. Der Bildungscampus wird weiter nach Westen erweitert, da den bestehenden Einrichtungen wie der DHBW der Platz ausgeht. Ein Bürogebäude ist bereits im Bau, und es sind Wohnungen für Studierende, Geschäfte, Gastronomie sowie ein Sport- und Gesundheitszentrum geplant.
