Das Futterhaus setzt auf nachhaltiges Wachstum und solide Standortwahl

09. April 2026 - Das Futterhaus bewegt sich mit ruhiger Wachstumsstrategie Der gelbe Hund vor der Tür gehört zum Markenauftritt: Der Futterhaus-Markt ist ein fest verankerter Bestandteil der Filiallandschaft. Bei der Entwicklung der Standorte legt das Unternehmen zunehmend mehr Gewicht auf die Kostenstruktur. Mieten spielen weiterhin eine Rolle, doch rücken künftig auch Energiekosten stärker ins Blickfeld.

Quelle: Das Futterhaus/futterhaus.de

Vorsichtige Expansion, Priorisierung von Prozessen Die Expansion erfolgt gezielter: Zwar stehen auch in diesem Jahr mehrere Neueröffnungen fest, doch der Fokus liegt derzeit deutlich stärker auf der Optimierung innerbetrieblich relevanter Abläufe. Neue Filialen werden in der Agenda sowohl für das laufende Jahr als auch für das folgende als nachgelagerte Maßnahme verstanden. Gleichzeitig bleibt eine Straffung des Filialnetzes möglich, um langfristig nachhaltig und profitabel zu wachsen.

Klarstellung zum Expansionskurs Geschäftsführer Andreas Schulz widerspricht dem Eindruck, dass Wachstum verlangsamt werde. In der Herkunftsregion Schleswig-Holstein sei man gut positioniert und in nahezu jeder Stadt ab 30.000 Einwohnern vertreten, erklärt er. Dennoch gebe es noch erhebliche Räume in Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Ziel sei es, weiterhin attraktive Fachmarktstandorte zu finden – no “Discount”-Wohnweisen, sondern werthaltige Objekte. Die heutige Expansionsstrategie sei deutlich kostenbewusster. Energieeffizienz und Nebenkosten spielten eine zentrale Rolle.

Eigenständige Energieversorgung zur Reduzierung von Kosten Seit 2022 bezieht Das Futterhaus Strom aus einem Solarpark in Bokel (Schleswig-Holstein). Der Fünfjahresvertrag mit Verlängerungsoption deckt rund 70 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Unternehmensgruppe ab. Versorgt werden die 63 eigenen Filialen sowie Märkte von Franchisepartnern, wodurch ein substanzieller Teil der Filialen unabhängig von externen Versorgern bleibt.

Qualität vor Quantität – Partnerschaften im Fokus Bei der Expansion stehen Qualität und Stabilität im Vordergrund. In den letzten zehn Jahren habe man keine Insolvenz bei Partnern erlebt, so Schulz. Das sei wichtiger als kurzfristige Umsatzsteigerungen durch schnelle Öffnungen. Familienunternehmen bilden das Rückgrat der Partnerlandschaft, die oft hohe Investitionen an einem Standort stemmen, was eine sorgfältige Partnerauswahl unabdingbar mache. Während langjährige Handelserfahrung hilfreich sei, seien auch Quereinsteiger prinzipiell willkommen, sofern sie die nötige Kompetenz mitbringen.

Aktuelle Marktpräsenz und Franchise-Ökosystem Das Futterhaus betreibt insgesamt 445 Märkte in Deutschland (395) und Österreich. Die fünf bereits feststehenden Eröffnungen in Deutschland markieren erneut eine Annäherung an die Marke von 400 stationären Standorten hierzulande. Die Filialgrößen variieren zwischen rund 400 und 800 Quadratmetern; Ausnahmen bleiben mitunter kleinere oder größere Formate von bis zu 2.500 Quadratmetern. Der größte Standort befindet sich in Wiesbaden mit einer Verkaufsfläche von ca. 2.500 Quadratmetern.

Für 2026 vorgesehene Neueröffnungen Geplant sind unter anderem in Rheine (Händelstraße 149, ca. 450 qm), Dorsten (Händelstraße 149, ca. 800 qm), Warendorf (August-Wessing-Damm 84, ca. 700 qm), Büsum (Heider Straße 2, ca. 450 qm) sowie Pirmasens (Zweibrücker Straße 228, ca. 550 qm). Diese Projekte untermauern den Anspruch, das Netz nachhaltig zu erweitern, ohne die Qualität der Partnerschaften und die wirtschaftliche Tragfähigkeit aus den Augen zu verlieren.