Budni möchte sein Vertriebsnetz in Berlin weiter ausbauen und verdichten. Nachdem bereits eine Filiale in der prestigeträchtigen Lage am S- und U-Bahnhof Friedrichstraße eröffnet wurde, folgt nun ein Standort auf der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg. Insgesamt werden damit nun zehn Filialen in der Hauptstadt betrieben. Mit insgesamt 200 Standorten ist Budnikowsky der kleinste der vier großen Drogisten in Deutschland und wird somit einiges an Leistung abrufen müssen, um sich gegen die starke Konkurrenz behaupten zu können.
Bei Budni selbst glaubt man einen attraktiven Mix mit dem aktuellen Konzept zu präsentieren. Die Flächen liegen momentan zwischen 350 und 600 m² und im Sortiment wird ein Mix aus Drogerie, Biolebensmitteln und Naturkosmetik angeboten. Dabei bespielt der Betreiber vorwiegend den Trend Nachhaltigkeit. Christoph Wölke, Geschäftsführer der Iwan Budnikowsky GmbH & Co KG, verrät gegenüber der Lebensmittelzeitung seine Pläne für eine weitere Expansion: „Wir fühlen uns in Berlin heimisch. Die Hauptstadt soll zukünftig unser zweiter Vertriebsschwerpunkt werden. In zwei bis drei Jahren könnten wir schon doppelt so viele Standorte führen.“
Der Hamburger Drogeriemarktbetreiber macht seit 2018 gemeinsame Sache mit Edeka. In der Budni Handels- und Service GmbH & Co KG werden Einkauf, Sortiment und Marketing des Drogisten zusammengelegt. Bei der strategischen Ausrichtung kommt Edeka mit insgesamt 75 Prozent der Anteile eine wichtige Rolle zu. Eigenmarken aus dem Netto-Sortiment haben so den Weg in die Regale von Budni gefunden. Der Drogist profitiert dafür von enormen Synergieeffekten beim Einkauf.
Die Altgesellschaft profitierte von der Kooperation mit Edeka und konnte sich reorganisieren. Im Jahr 2020 erzielte die Gesellschaft bei einem Bruttoumsatz von 447 Mio. Euro wieder einen kleinen Gewinn. Davor standen Verluste in Höhe von 2,1 Mio. Euro zu Buche. Nicht zuletzt deswegen kann sich das Unternehmen wieder vermehrt auf die Expansion konzentrieren.
