Die Befragung, die die wirtschaftliche Leistung der Läden in deutschen Einkaufszentren bewertet, wurde von 94 Filialunternehmen aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie durchgeführt. Insgesamt betreiben diese Unternehmen 3415 Geschäfte in deutschen Einkaufszentren. Eine zusätzliche Frage des diesjährigen Berichts stellte die Filialisten in den Mittelpunkt und forderte die Befragten auf, ihre bevorzugten Mieter in verschiedenen Kategorien auszuwählen.
Die Ergebnisse zeigten einige interessante Trends. In einigen Kategorien fielen die Entscheidungen äußerst knapp aus, wie etwa zwischen den Discountern Aldi Nord und Süd, die sich nur knapp gegen Lidl durchsetzen konnten. Ähnlich knapp war der Wettbewerb zwischen Adidas und Nike im Bereich Sportartikel. In der Modebranche hingegen setzte sich Zara deutlich gegen H&M durch, während Edeka den Vorzug gegenüber Rewe erhielt und dm Rossmann deutlich übertraf.
Der "Shopping Center Performance Report" wird seit 2011 jährlich erhoben und befragt Mieter von Flächen in deutschen Einkaufs- und Fachmarktzentren mit einer Geschäftsfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern. Die Mieter müssen in mindestens drei der 400 Zentren vertreten sein, um an der Befragung teilnehmen zu können. In diesem Jahr wurde das Hanse Center in Bentwisch nahe Rostock zum Sieger gekürt, gefolgt vom Citty-Park in Kiel und dem Strela-Park in Stralsund auf den Plätzen zwei und drei.
Die steigende Beliebtheit von Fachmarktzentren bei den Kunden wird durch die gute Erreichbarkeit, das Vorhandensein großer Lebensmittelmärkte und ausreichend kostenloser Parkplätze erklärt. Christoph Pieper, Geschäftsführer der Hamburger Modulus Real Estate, betreibt das diesjährige Siegercenter und sieht darin einen klaren Trend in der aktuellen Entwicklung der Branche.
