Baumärkte leiden unter der Pandemie

26. November 2021 - Während 2020 noch zum Rekordjahr für die Baumarktbranche wurde, folgt gleich im Jahr drauf eine durch den Lockdown bedingte Enttäuschung.

Quelle: Jelleke Vanooteghem/unsplash.com

Der Marktanalyst Klaus Peter Teipel erklärt auf dem Baumarktkongress: „Die Baumärkte verlieren 2021 im Vergleich zum Gesamtmarkt überproportional stark“. Teipel wurde vom Baumarktverband beauftragt und prognostiziert ein Umsatzminus in Höhe von 9,1 Prozent auf rund 24 Mrd. Euro bis Jahresende.

Preissteigerungen führen momentan wahrscheinlich zu verzögerten Käufen. Damit lassen sich jedoch die Hauptprobleme der Branche nicht zusammenfassen. Schwerer wiegen wohl Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten, sowie die Lieferkettenproblematik, die voraussichtlich nächstes Jahr schlimmer wird. Teipel sagt entsprechend auch für das kommende Jahr einen Umsatzrückgang voraus. Einzig die DIY-Sparte befindet sich auf einer positiven Trajektorie.

Positiver sieht es aus, wenn sich der Branchenexperte der längerfristigen Umsatzentwicklung widmet. Werden die Umsätze aus 2020 um die Corona-bedingten Effekte bereinigt, nahmen sie sogar zu. Vergleicht man die prognostizierten 24 Mrd. Euro mit dem Umsatz aus 2019, bleibt ebenfalls ein ordentliches Plus von 3,9 Prozent übrig. Ohne die Einflüsse der Lockdown-Politik wäre die Steigerung vielleicht sogar zweistellig gewesen.