Babymarkt.de fokussiert Expansion auf der Fläche

15. Oktober 2021 - Einige Nonfood-Händler tendierten während der Corona-Pandemie zum Ausdünnen ihrer Filialnetze. Babymarkt.de geht den entgegengesetzten Weg. Fünf Jahre nach der letzten Eröffnung eines stationären Geschäfts soll dieser klassische Vertriebsweg wieder stärker ausgebaut werden. Babymarkt.de-Chef Bastian Siebers äußert sich gegenüber der LZ: „Wir haben vor, die stationäre Expansion mit ein bis zwei Märkten pro Jahr ab 2022 wieder anzugehen“.

Quelle: babymarkt.de GmbH/babymarkt.de

Aktuell werden sechs Filialen durch den Fachhändler für Baby- und Kinderbedarf betrieben. Bisher befinden sich sämtliche Standorte in Nordrhein-Westfalen. Künftig werden jedoch weitere Ballungsräume wie das Rhein-Main-Gebiet und die Metropolen Hamburg, München und Berlin ins Auge gefasst. Durchschnittlich ist ein Markt 1.200 m² groß und setzt ca. 2,5 Mio. Euro um. Auch für das Ausland wird eine weitere Expansion überlegt. Dabei dürfte vor allem Frankreich und Italien als aussichtsreiche Kandidaten in Fragen kommen, da das Unternehmen in diesen Ländern online bereits eine prominente Präsenz hat.

Trotz der Expansionspläne im stationären Handel wird sich an der grundsätzlichen Online-Ausrichtung von Babymarkt.de nichts ändern. Momentan ist der Online-Kanal für 97 Prozent der Erlöse verantwortlich. Aktuell beläuft sich der Umsatz auf 250 Mio. Euro, mittelfristig hofft das Unternehmen auf mehr als 500 Mio. Euro. Die Funktion der stationären Märkte ist primär werbetechnischer Natur: „In den PLZ-Gebieten unserer Märkte ist unser Online-Umsatz um bis zu 50 Prozent höher“.

Passend zum Fokus auf das Online-Geschäft wurde vor Kurzem mit dem Aufbau eines Marktplatz-Angebots begonnen. Damit können Lücken im Sortiment, wie etwa bei Mode oder Spielwaren, schnell und umfangreich geschlossen werden. Ziel ist es, dass das aktuelle Sortiment von 100.000 Artikeln nochmals verdoppelt wird.