Frankreich-Chef Pascal Hirth erklärte vor der zuständigen Untersuchungskommission, dass Aldi in den kommenden Jahren jährlich rund 500 Millionen Euro investieren werde. Damit bewegt sich das geplante Investitionsvolumen auf dem Niveau der Mittel, die bereits zuletzt in den größten Auslandsmarkt des Discounters geflossen sind. Gleichzeitig nutzte Hirth die Gelegenheit, um kursierende Gerüchte über einen möglichen Rückzug infolge anhaltender Verluste entschieden zurückzuweisen.
Vielmehr stellte der Manager die langfristige Perspektive des Unternehmens heraus und betonte, dass Frankreich ein zentraler Bestandteil der internationalen Wachstumsstrategie bleibe. In diesem Zusammenhang verwies er auch darauf, dass sämtliche im Land erwirtschafteten Erträge vollständig reinvestiert werden sollen.
Aktuell schreibt Aldi France zwar noch keine Gewinne, jedoch zeigt die operative Entwicklung eine positive Tendenz. Mit rund 1.300 Filialen konnte das Unternehmen zuletzt Marktanteile ausbauen. Nach aktuellen Daten von Worldpanel lag der Zuwachs im Februar bei 0,2 Prozentpunkten, was laut Unternehmensangaben über dem Marktdurchschnitt liegt. Insgesamt erreicht Aldi damit einen Marktanteil von etwa drei Prozent.
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf der Weiterentwicklung des Filialportfolios. Die Modernisierung bestehender Standorte sowie die Optimierung von Flächenkonzepten sollen sowohl die Aufenthaltsqualität für Kunden verbessern als auch effizientere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter schaffen. Pro Jahr setzt der Discounter etwa 100 Immobilienprojekte um, während sich derzeit mehrere hundert Vorhaben in unterschiedlichen Planungsphasen befinden.
Strategisch setzt Aldi dabei verstärkt auf Immobilien im Eigenbestand. Derzeit befinden sich rund 55 Prozent der Filialen im Eigentum des Unternehmens. Langfristig wird angestrebt, das Filialnetz innerhalb der nächsten zehn Jahre auf etwa 1.600 Standorte auszubauen. Damit würde Aldi eine vergleichbare Größenordnung erreichen wie der Wettbewerber Lidl, der aktuell bereits entsprechend stark im französischen Markt vertreten ist.
Mit den angekündigten Maßnahmen unterstreicht Aldi seine klare Wachstumsorientierung in Frankreich und stellt die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung seines Standortnetzes.
