Insgesamt handelt es sich um einen Anteilsgewinn von 0,4 Prozent, der durch die Übernahme von 547 Filialen des Konkurrenten Leaderprice möglich wurde. Insgesamt kommt der deutsche Discounter damit auf einen Marktanteil von 2,7 Prozent im Nachbarland. Zusätzlich zur größeren Flächenabdeckung hat Aldi seine Werbeaktivitäten ausgebaut, was zu einer deutlich verbesserten Sichtbarkeit des deutschen Discounters bei den französischen Kunden führt.
Aldi versucht den Abstand zum Konkurrenten Lidl zu schrumpfen. So ganz will das aber nicht gelingen. Während durch die Leaderprice-Übernahem zwar die Ambitionen des Unternehmens in Frankreich deutlich erhöht wurden, fällt der hinzugewonnene Marktanteil genauso aus wie bei dem Discounter der Schwarz Gruppe. Genau wie Aldi konnte Lidl seinen Marktanteil am französischen Lebensmitteleinzelhandel ebenfalls um 0,4 Prozent vergrößern. Dennoch schafft Aldi damit die Grundlage für ein künftiges ordentliches Wachstum im Nachbarland.
Kenner des Unternehmens begrüßen die Entwicklung Aldis in Frankreich. Im Ausland herrscht in der Regel ein deutlich geringerer Preisdruck als im deutschen Heimatmarkt. Entsprechend sind auch die Ertragschancen größer. Entsprechend ist es für die deutschen Discounter häufig nicht schwer mit günstigeren Preisen als bei der Konkurrenz neue Kunden zu überzeugen und dabei dennoch mit ordentlichen Margen bessere Erträge als in Deutschland zu realisieren.
