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das am 10. Juli 2015 in Kraft getretene Kleinanlegerschutzgesetz hat für Nachrangdarlehen, wie FIM Einzelhandelsinvest, einige Änderungen mit sich gebracht. So dürfen Nachrangdarlehen nach § 6 VermAnlG künftig ausschließlich auf Grundlage eines von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und nach den Vorgaben des Vermögensanlagengesetzes veröffentlichten Verkaufsprospekts öffentlich angeboten werden. Wir bitten Sie um Verständnis, dass FIM Einzelhandelsinvest bis zum Abschluss des Prospektbilligungsverfahrens und der Veröffentlichung des Verkaufsprospekts nicht angeboten wird. Die Vorbereitungen für das neue Angebot sind bereits in vollem Gange. Gerne informieren wir Sie zeitnah über unser neues Produkt.
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Die hier dargestellten Informationen zu FIM Einzelhandelsinvest sind rein informativ.
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FIM-Marktüberblick
Kategorie: FIM-Marktüberblick

Russlands Aldi-Brüder

06.03.2019 - Die erste Mere-Filiale hat mittlerweile seine Türen geöffnet. Der Markt atmet den Geist des minimalistischen Harddiscounts: Bloß keine unnötigen Kosten wegen kosmetischen Maßnahmen verlieren.

Artikel werden teilweise nicht mal ausgepackt, sondern befinden sich noch eingeschweißt auf Paletten. Nach dieser Formel sollen noch mindestens 100 weitere Standorte in Deutschland, vorwiegend im Osten, eröffnet werden. Wer steckt hinter dem Angriff auf die deutschen Discounter? Andrej und Sergej Schneider begannen mit einem Getränkegroßhändler in Sibirien und dem Osten Russlands. Dank guter Kontakte zu Großbrauereien wie Baltika, Otschakowo und Heineken konnten sie innerhalb weniger Jahre den Markt dominieren. Vor 14 Jahren, anno 2004, kam dann der Einstieg in den Einzelhandel. Die Kette „Napilnik“ wurde gegründet und vertrieb vor allem Alkohol, Snacks und Zigaretten. Auch wenn die ursprüngliche Rentabilität gering war, galt es als ein perspektivisch erfolgsversprechendes Konzept. Doch dann grätschte die Finanzkrise von 2008 dazwischen. Die Folge war, dass der Rubel verfiel und der Markt für Bier einbrach. Die vornehmlich mit Krediten aufgebaute Kette ging daraufhin pleite.

Diese Niederlage sollte aber nicht das Ende dieser Geschichte bedeuten. Die gesammelten wertvollen Erfahrungen sollten bald schon erprobt werden. Bereits 2009 öffnete der erste von den Schneiders eröffnete Discounter mit dem Namen „Swetofor“ (Ampel). Der Plan war so schlicht wie seine Einrichtung: Wenig Personal, die Waren werden auf Paletten gelagert und geringe Preise, die bis zu 20% unter der Konkurrenz lagen. Mittlerweile werden 800 dieser Märkte von den Schneiders in Russland betrieben, womit ein Erlös von knapp einer Milliarde Dollar pro Jahr realisiert wird.

Jetzt soll es mit der gleichen Strategie im Heimatmarkt des Discounters gelingen. Das Vorbild der Schneiders ist Aldi, die das rücksichtslose Minimieren der Kosten erfunden und zu großem Erfolg geführt haben. Das Kalkül des Einstiegs in Deutschland lautet: Während die Discounter sich immer mehr zu schicken und vollwertigen Supermärkten entwickeln, entsteht eine Nische für Kunden, die nichts anderes wollen als den niedrigst möglichen Preis, ganz ohne Schnickschnack. Dabei möchte man sogar soweit gehen, dass ausrangierte Ladeneinrichtungen zum Einsatz kommen. Ob das Experiment gelingt, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Der Grundstein mit der ersten Filiale in Leipzig ist auf jeden Fall gelegt.