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das am 10. Juli 2015 in Kraft getretene Kleinanlegerschutzgesetz hat für Nachrangdarlehen, wie FIM Einzelhandelsinvest, einige Änderungen mit sich gebracht. So dürfen Nachrangdarlehen nach § 6 VermAnlG künftig ausschließlich auf Grundlage eines von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und nach den Vorgaben des Vermögensanlagengesetzes veröffentlichten Verkaufsprospekts öffentlich angeboten werden. Wir bitten Sie um Verständnis, dass FIM Einzelhandelsinvest bis zum Abschluss des Prospektbilligungsverfahrens und der Veröffentlichung des Verkaufsprospekts nicht angeboten wird. Die Vorbereitungen für das neue Angebot sind bereits in vollem Gange. Gerne informieren wir Sie zeitnah über unser neues Produkt.
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FIM-Marktüberblick
Kategorie: FIM-Marktüberblick

Keine Aldi-Preisgarantie mehr bei Tesco

30.07.2021 - Im Februar vergangenen Jahres führte Tesco die Aldi Price Match-Garantie ein.

Nun wird sie ungefähr eineinhalb Jahre später für einen Teil des Filialnetzes wieder aufgehoben. Momentan wird das Convenience-Konzept Tesco Metro auf Tesco Express umgeflaggt. Berichten zufolge der Fachzeitung The Grocer wird diese Gelegenheit dazu genutzt, für ungefähr 90 Märkte und mehrere hundert Artikel die Aldi-Preisgarantie abzuschaffen.

Die Aufgabe der Preisgarantie ist sinnvoll, da das Tesco-Express-Format in der Vergangenheit mit Rentabilitätsproblemen zu kämpfen hatte. Außerdem kann bei Convenience-Kunden häufig auch mit der Bereitschaft höhere Preise zu bezahlen gerechnet werden. Auch wenn das Aldi Price Match-Programm sukzessive wieder aufgeweicht wird, hatte es wohl eine positive Auswirkung auf die Kundenwahrnehmung. Das Preisimage von Tesco hat sich seit Einführung verbessert. Das hinterließ auch beim Marktanteil seine Spuren. Laut Marktdaten konnte der Branchenprimus zum ersten Mal seit vier Jahren seinen Marktanteil steigern. Mitte Juli des laufenden Jahres stieg er auf 27,1 Prozent, im Vergleich zu den 26,7 Prozent aus dem Vorjahr.

Das Umflaggen zeigt, dass Tesco auf der Suche nach neuen Ertragsmöglichkeiten ist. Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ließen die Betriebskosten in die Höhe schießen. Zusätzlich kamen noch zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf den Brexit hinzu. Alles in allem sank deswegen der Vorsteuergewinn um 19,7 Prozent. Gleichzeitig hat der Händler jedoch einen ordentlichen Bedarf an zusätzlichem Kapital, um sein Online-Geschäft weiter auszubauen.

Noch soll auf jedes online erwirtschaftete Pfund vier Pence Verluste anfallen, doch durch verstärkte Investitionen in das digitale Segment sollen die Fixkosten gesenkt und somit das Geschäft erträglich gemacht werden. Im Juni hatte der Handelsriese erst in London seinen Ein-Stunden-Lieferdienst „Whoosh“ ausgeweitet. Bei Tesco spricht man jedoch noch von einer Test- und Lernphase.

Der Kampf um Anteile am Onlinevertrieb von Lebensmitteln wird immer kompetitiver. Online- Branchenführer Ocado sowie ca. ein halbes Dutzend weiterer Express-Lieferdienste, wie zum Beispiel auch die deutschen Gorillas, bauen ihre logistische Infrastruktur in der englischen Hauptstadt weiter aus. Nah- und mittelfristig wird der Kostendruck wohl hoch bleiben. Momentan fehlen Lastwagenfahrer in Großbritannien, so dass die Transportkosten teurer geworden sind. Jetzt streiten die Händler mit den Lieferanten darum, wer welche Anteile dieser Preissteigerungen auf seine Kappe nehmen soll.